Wo liegt Sri Lanka, welche Sprache spricht man dort, und was ist eigentlich die Hauptstadt? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten über die Insel – kurz erklärt von unserem Team, das in Sri Lanka lebt.
Sri Lanka in Zahlen
Wo liegt Sri Lanka?
Sri Lanka ist eine Insel im Indischen Ozean, südöstlich der Südspitze Indiens. Zwischen beiden Ländern liegt die schmale Palkstraße, an der engsten Stelle nur wenige Dutzend Kilometer breit. Die Insel liegt nur sechs bis zehn Grad nördlich des Äquators – deshalb ist es das ganze Jahr warm. Von Deutschland aus fliegen Sie meist mit einem Umstieg am Golf oder in Asien, rund 11 bis 14 Stunden. Wegen ihrer Form wird die Insel oft „Träne Indiens“ genannt.
Zu welchem Land gehört Sri Lanka?
Sri Lanka gehört zu keinem anderen Land – es ist ein eigenständiger Staat. Nach Jahrhunderten unter portugiesischer, niederländischer und britischer Herrschaft wurde die Insel 1948 als Ceylon unabhängig. 1972 wurde sie zur Republik und erhielt ihren heutigen Namen. Sri Lanka ist Mitglied im Commonwealth und in den Vereinten Nationen. Geografisch zählt die Insel zu Südasien.
Wie groß ist Sri Lanka?
Mit rund 65.600 Quadratkilometern ist Sri Lanka etwas kleiner als Bayern. Von Norden nach Süden misst die Insel gut 400 Kilometer, an der breitesten Stelle etwa 220 Kilometer. Trotzdem ist die Vielfalt riesig: Strände, Regenwald, Trockenwälder mit Elefanten und Leoparden und ein Hochland mit Teegärten, dessen höchster Gipfel über 2.500 Meter aufragt. Weil die Straßen kurvig sind, sind die Fahrzeiten länger, als die Größe vermuten lässt.
Die Hauptstadt von Sri Lanka: Colombo oder Kotte?
Viele halten Colombo für die Hauptstadt – ganz falsch ist das nicht. Offizielle Hauptstadt und Sitz des Parlaments ist Sri Jayawardenepura Kotte, eine Stadt, die direkt an Colombo grenzt. Colombo selbst ist die größte Stadt, das wirtschaftliche Zentrum und der Sitz vieler Ministerien und Botschaften. In der Praxis wachsen beide Städte längst ineinander. Der internationale Flughafen liegt nördlich von Colombo bei Negombo.
Sprache in Sri Lanka: Singhalesisch, Tamil und Englisch
Welche Sprache spricht man in Sri Lanka? Amtssprachen sind Singhalesisch, das die Mehrheit spricht, und Tamil, vor allem im Norden, im Osten und im Hochland. Beide Sprachen haben ihre eigene, runde Schrift. Englisch dient als Verbindungssprache: Straßenschilder sind meist dreisprachig, und in Hotels, Restaurants und Geschäften kommen Sie mit Englisch überall zurecht. Auf unseren Reisen begleitet Sie eine deutschsprachige Reiseleitung, die übersetzt und erklärt.
Religion in Sri Lanka
Rund sieben von zehn Menschen in Sri Lanka sind Buddhisten. Der Buddhismus kam der Überlieferung nach im 3. Jahrhundert vor Christus auf die Insel und prägt bis heute den Alltag: Tempel in jedem Dorf, Mönche in orangefarbenen Roben, jeden Monat ein Vollmond-Feiertag. Daneben leben Hindus, vor allem unter den Tamilen, Muslime und Christen auf der Insel. In Kandy stehen Tempel, Moscheen und Kirchen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Für Besucher heißt das: Schultern und Knie in Tempeln bedecken, Schuhe ausziehen und Buddha-Statuen mit Respekt behandeln.
Einwohner: die Menschen in Sri Lanka
In Sri Lanka leben rund 22 Millionen Menschen. Die größte Gruppe sind die Singhalesen, gefolgt von den Tamilen, deren Vorfahren teils seit über zweitausend Jahren auf der Insel leben und teils im 19. Jahrhundert als Arbeiter für die Teeplantagen kamen. Dazu kommen die Moors, eine muslimische Gemeinschaft mit Wurzeln im arabischen Handel, die Burgher mit europäischen Vorfahren, Malaien und die Vedda, die Ureinwohner der Insel. Was Gäste immer wieder berichten: die Herzlichkeit der Menschen und ihre Neugier auf Besucher.
Ceylon, Serendib, Sri Lanka: die Namen der Insel
Kaum ein Land hatte so viele Namen. Im indischen Epos Ramayana heißt die Insel Lanka, griechische Seefahrer nannten sie Taprobane, arabische Händler Serendib – daraus entstand das englische Wort „serendipity“ für einen glücklichen Zufall. Die Kolonialmächte machten daraus Ceylon, ein Name, der im Ceylon-Tee weiterlebt. Seit 1972 heißt das Land Sri Lanka, was sich etwa mit „ehrwürdige“ oder „strahlende Insel“ übersetzen lässt.
Geschichte in Kürze
Symbole Sri Lankas
Die Flagge zeigt einen goldenen Löwen mit Schwert, das Symbol der Singhalesen, daneben zwei Streifen in Grün und Orange für die muslimische und die tamilische Gemeinschaft. Der Nationalvogel ist das Ceylonhuhn, das nur hier vorkommt, die Nationalblume die blaue Seerose. Acht Orte der Insel gehören zum UNESCO-Welterbe, darunter Sigiriya, Kandy, Galle, Dambulla, Anuradhapura, Polonnaruwa, der Regenwald von Sinharaja und das zentrale Hochland.
Praktisches für Reisende
Sri Lanka selbst erleben
Fakten sind ein Anfang – die Insel zu erleben ist etwas anderes. Auf unseren Rundreisen entdecken Sie die Tempel des Kulturdreiecks, die Königsstadt Kandy, die Teeberge, die Nationalparks und die Küste, begleitet von einem Team, das hier lebt. In der Kleingruppe mit höchstens elf Gästen oder als Privatreise mit eigenem Fahrer und deutschsprachiger Reiseleitung. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie einen persönlichen Vorschlag – ohne Anzahlung, bezahlt wird erst am Ende der Reise.
Häufige Fragen
Amtssprachen sind Singhalesisch und Tamil. Englisch ist als Verbindungssprache weit verbreitet – in Hotels, Restaurants und im Tourismus kommen Sie damit überall zurecht.
Offizielle Hauptstadt und Sitz des Parlaments ist Sri Jayawardenepura Kotte. Die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum ist das direkt angrenzende Colombo.
Im Indischen Ozean, südöstlich der Südspitze Indiens, nur wenige Grad nördlich des Äquators.
Rund sieben von zehn Menschen sind Buddhisten. Daneben leben Hindus, Muslime und Christen auf der Insel.
Rund 22 Millionen Menschen.
Nein. Sri Lanka ist seit 1948 ein unabhängiger Staat und seit 1972 eine Republik.



