Galle in Sri Lanka ist eine Stadt am Meer, umgeben von mächtigen Festungsmauern aus der Kolonialzeit. Hinter den Wällen von Galle Fort liegen Gassen mit Kolonialhäusern, Kirchen, Moscheen, Cafés und kleinen Hotels – und jeden Abend einer der schönsten Sonnenuntergänge der Insel.
Galle in Kürze
Die Geschichte von Galle Fort
Galle war schon lange vor den Europäern ein wichtiger Hafen, in dem Händler aus Arabien, Persien und China anlegten. Im 16. Jahrhundert errichteten die Portugiesen hier eine erste Befestigung. 1640 eroberten die Niederländer die Stadt und bauten sie zu der mächtigen Festung aus, die heute noch steht: Wälle aus Korallenstein und Granit, Bastionen mit Namen wie Sonne, Mond und Sterne, ein durchdachtes System von Abwasserkanälen. Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen die Briten. Als der Tsunami 2004 die Küste traf, schützten die alten Mauern die Altstadt – während die Neustadt davor schwer beschädigt wurde.
Galle Fort, Sri Lanka: ein Rundgang über die Wälle
Am schönsten erleben Sie Galle Fort zu Fuß auf den Wällen, die fast die ganze Altstadt umschließen. Beginnen Sie am Uhrturm beim Haupttor, gehen Sie vorbei an den Bastionen am Meer bis zum weißen Leuchtturm und weiter zur Flaggenfelsen-Bastion, von der junge Männer manchmal mutig ins Meer springen. Für den ganzen Weg rechnen Sie mit gut einer Stunde, mit Pausen länger. Ideal ist der späte Nachmittag: Dann wird es kühler, Familien spielen Cricket auf den Wiesen unter den Wällen, und die Sonne versinkt im Indischen Ozean.
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Leben im Fort
Galle Fort ist kein Freilichtmuseum. Hinter den Mauern leben Familien, Kinder gehen zur Schule, Händler öffnen morgens ihre Läden, und vom Minarett ruft der Muezzin zum Gebet. Gerade das macht den Reiz aus: Sie spazieren durch Gassen, die seit Jahrhunderten bewohnt sind, trinken einen Kaffee auf einer Veranda und hören dabei Tamil, Singhalesisch und Englisch. Bei Juwelieren gilt wie überall: Edelsteine nur mit Zertifikat und ohne Zeitdruck kaufen.
Die beste Zeit für Galle
Galle liegt an der Südwestküste, die von November bis April ihre trockene Saison hat. Dann ist das Meer ruhig und die Abende sind klar. Von Mai bis September bringt der Monsun Schauer und Wind, doch auch in diesen Monaten lohnt ein Rundgang – die Gassen sind dann ruhiger, und nach einem Regenschauer leuchten die Farben besonders. Den Sonnenuntergang auf den Wällen erleben Sie das ganze Jahr.
Strände und Ausflüge in der Nähe
Wenige Minuten von Galle entfernt liegt Unawatuna mit einer geschützten Bucht, dahinter der kleine Jungle Beach und die weiße Friedenspagode auf dem Hügel von Rumassala. Etwas weiter östlich stehen bei Koggala die Stelzenfischer im Meer, und auf der Koggala-Lagune führt eine Bootsfahrt zu einer Insel, auf der Zimt geschält wird. Im Hinterland gibt es Teegüter, auf denen sogar weißer Tee hergestellt wird. Mehr über die Strände lesen Sie in unserem Ratgeber Sri Lanka Strände.
Galle an einem Tag: unser Vorschlag
Vormittags erkunden Sie die Gassen, solange es noch kühl ist: das alte Tor, die Holländische Kirche, das Schifffahrtsmuseum. Mittags essen Sie in einem der kleinen Restaurants mit Innenhof, nachmittags bleibt Zeit für Galerien, Boutiquen oder eine Pause im Hotel. Am späten Nachmittag beginnt der Spaziergang über die Wälle vom Uhrturm zum Leuchtturm – und zum Sonnenuntergang sitzen Sie auf der Flaggenfelsen-Bastion, wenn sich die halbe Stadt dort trifft.
Galle Fort mit Kindern
Kinder lieben die Wälle, die Bastionen mit ihren Kanonenplätzen und die Möglichkeit, eine ganze Stadt zu Fuß zu umrunden. Achten Sie auf die offenen Mauerkanten ohne Geländer. Zum Baden fahren Familien am besten ins nahe Unawatuna mit seiner geschützten Bucht.
Übernachten in Galle Fort
Wer im Fort übernachtet, erlebt die Altstadt, wenn die Tagesbesucher gegangen sind: abends auf den Wällen, morgens beim ersten Kaffee in einer leeren Gasse. Die Hotels sind klein und oft in alten Kolonialhäusern untergebracht – von charmanten Boutique-Häusern bis zum legendären Amangalla, einem der schönsten Hotels der Insel. Außerhalb des Forts liegen Hotels direkt am Strand, etwa das von Geoffrey Bawa entworfene Jetwing Lighthouse mit Blick auf das Meer.
Galle auf unseren Reisen
Auf den meisten unserer Rundreisen ist Galle Fort eine der letzten Stationen – mit Zeit für einen Rundgang zum Sonnenuntergang und auf Wunsch eine Nacht im Fort. Danach geht es entspannt über die Schnellstraße zum Flughafen oder für ein paar Tage ans Meer. Alle Kombinationen finden Sie unter Sri Lanka Rundreise mit Badeurlaub. Erzählen Sie uns, wie Sie reisen möchten – innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie einen persönlichen Vorschlag. Eine Anzahlung gibt es bei uns nicht, bezahlt wird erst am Ende der Reise.
Häufige Fragen
Für einen Rundgang reicht ein halber Tag. Wer die Abendstimmung und die Cafés genießen möchte, übernachtet am besten eine Nacht im Fort.
Nicht direkt am Fort. Zum Baden fahren Sie wenige Minuten nach Unawatuna oder an den Jungle Beach, am besten von November bis April.
Zwischen Koggala und Ahangama, etwa eine halbe Stunde östlich von Galle, am besten früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang.
Nein. Im Fort leben Familien, es gibt Schulen, Läden und Werkstätten. Das macht den besonderen Reiz aus.
Über die Schnellstraße in etwa zwei Stunden. Auf unseren Rundreisen ist Galle meist eine der letzten Stationen vor dem Rückflug.


